Informationsmaterial zu Dyskalkulie:

Dyskalkulie erkennen und verstehen
Kurzinformation Eingliederungshilfe

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Dyskalkulie – Rechenschwäche (RS)

Sie kennen die Situation: Sie üben mit Ihrem Kind für eine Mathearbeit, erklären und geben sich größte Mühe – Sie üben eine Aufgabe einmal, es klappt; Sie üben die Aufgabe ein zweites Mal, Ihr Kind löst die gleiche Aufgabe mit Fehlern; beim dritten Mal behauptet Ihr Kind mit voller Überzeugung, eine solche schwere Aufgabe noch nie gesehen zu haben! – Sie verstehen die Welt nicht mehr!

Die Welt der Zahlen ist nicht jedermanns Sache – und vielleicht haben auch Sie in Ihrer Schulzeit schon oft über Mathe gestöhnt. Rund 4 bis 6% der Schulkinder trifft es noch heftiger: Sie leiden an einer Dyskalkulie und haben schon früh sichtbare Schwierigkeiten.

Der Begriff Rechenschwäche (RS) ist allgemeiner gefasst und trägt auch den Kindern Rechnung, die sehr wohl massive Schwierigkeiten im Teilbereich Rechnen aufweisen, aber nicht vollständig unter die diagnostischen Richtlinien Rechenstörung fallen.


Wie Sie sie erkennen und Ihr Kind optimal fördern

In vielen Fällen wird die Dyskalkulie gar nicht oder erst viel zu spät erkannt. Anders als beim Lesen und Schreiben werden die Probleme einer Dyskalkulie nicht immer ernst genommen oder leider manchmal auch auf mangelndes Interesse zurückgeführt. Das ist fatal, denn ohne Unterstützung von Eltern und Lehrern gelingt es Schülern mit Dyskalkulie nicht, die fremde Welt der Mathematik zu begreifen. Ihre Anstrengungen führen nicht zum Erfolg, und der Abstand zum Wissen der Mitschüler wird immer größer.

Neben den Schwierigkeiten mit der Mathematik entwickeln die meisten Kinder mit Dyskalkulie dann auch so genannte Sekundärsymptome. Auf Grund mangelnder Erfolge und dem Gefühl, mit dem Problem nicht fertig werden zu können, wird das Kind in der Regel zunehmend alles vermeiden, was mit Rechnen oder Mathematik zu tun hat. Gut gemeinte, aber für alle Beteiligten sehr anstrengende und aufreibende Übungen am Nachmittag erzeugen dabei meist nur weitere Misserfolge und ziehen das Kind und seine Eltern immer tiefer in einen Teufelskreis hinein.  Ihr Selbstbewusstsein leidet, sie fühlen sich dumm und lehnen die Schule manchmal insgesamt ab. Frühe Hilfe und Unterstützung könnte den meisten Schülern sehr helfen, doch leider ist das noch die Ausnahme. Dabei fallen betroffene Kinder schon früh durch spezielle Schwierigkeiten auf.


Checkliste: Anzeichen dafür, ob Ihr Kind an Dyskalkulie leidet

  1. Löst Ihr Kind auch in der dritten Klasse Rechenaufgaben noch mit seinen Fingern (oder anderen Hilfsmitteln)?
  2. Hat Ihr Kind Schwierigkeiten, rückwärts zu zählen?
  3. Hat Ihr Kind Schwierigkeiten, von einer beliebigen Zahl an weiterzuzählen (16, 17, 18 …)
  4. Hat Ihr Kind Probleme, Nachbarzahlen zu bestimmen? (Was kommt vor und nach der 37?)
  5. Hat Ihr Kind Schwierigkeiten, eine Zahl mit einer Menge zu verbinden?
  6. Hat Ihr Kind Mühe, ein Zahlenbild (206) dem entsprechenden Zahlenwort (zweihundertsechs) zuzuordnen?
  7. Verrechnet sich Ihr Kind häufig um eins? 12 + 4 = 17
  8. Verwechselt Ihr Kind oft die Operationssymbole > und < oder + und x?

Um rechenschwachen Kindern zu helfen, reicht herkömmlicher Nachhilfeunterricht nicht aus. Ihnen hilft der LERN-ZIRKEL mit speziell ausgebildeten Lehrkräften. Gerne informieren wir Sie hierzu näher.